Programm-Rückblick 2017

Dienstag, 4. Dezember 2018

09:00 Uhr
Registrierung zum ersten Veranstaltungstag des
Anwendertreff Leichtbau
10:00 Uhr
Begrüßung
Referent: Ute Drescher  | Vogel Communications Group GmbH & CO. KG
10:10 Uhr
Keynote: Ressourceneffizienz durch Leichtbau mehr
Der Leichtbau ist ein Musterbeispiel, um Potenziale der Ressourceneffizienz aufzuzeigen. Unternehmen, die effizient produzieren und dadurch Materialkosten einsparen, verschaffen sich einen deutlichen Wettbewerbsvorteil und sind unabhängiger von Preisschwankungen des Rohstoffmarktes. Der Vortrag bietet eine Übersicht über innovative Technologien im Leichtbau und skizziert vorhandene Ressourceneffizienzpotenziale.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Ressourceneffizienzpotenziale durch Leichtbau erschließen
  • Innovative Technologien im Leichtbau
Referent: Dr.-Ing. Ulrike Lange  | VDI Zentrum Ressourceneffizienz

Dr.-Ing. Ulrike Lange studierte an der TU Dresden Abfallwirtschaft und Altlasten und promovierte über ökologische und ökonomische Effekte der illegalen Verbringung von Elektroaltgeräten.
Als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Intecus GmbH erstellte sie fachliche Studien u.a. für das Umweltbundesamt und das BMUB in den Themenbereichen Recycling und Verwertung, Stoffstrommanagement und ökobilanziellen Bewertungen ein weiterer fachlicher Fokus lag auf dem produktionsintegrierten Umweltschutz in produzierenden Gewerbe. Im VDI ZRE erarbeitet Frau Dr.-Ing. Ulrike Lange Studien und Tools u.a. zu den Themenbereichen der ökobilanziellen Bewertung, der betrieblichen Kreislaufwirtschaft sowie im Bereich der Produktentwicklung.

10:30 Uhr
Die Rolle von Software und Simulation im Konzeptleichtbau mehr
Welche Rolle spielt Software und Simulation im Konzeptleichtbau?
Um diese Frage zu klären wird anhand eines kurzen, technisch-historischen Abrisses der Weg zum strukturierten Entwickeln von Leichtbaustrukturen geebnet und Schwachstellen traditioneller Entwicklungswege aufgezeigt.
Ziel des Vortrags ist die Vermittlung grundlegender Methoden um technisch- und wirtschaftlich bessere Produkte, basierend auf einem strukturierten Konzeptleichtbau zu entwickeln. Es wird gezeigt, dass der Einsatz von Software, während der Konzeption von Komponenten und Produkten, ein erweitertes Spektrum an vor-validierten Varianten und damit Leichtbau- sowie Wirtschaftlichen-Potentialen aufzuzeigen vermag.
Die Berücksichtigung traditioneller und additiver Fertigungsverfahren, bzgl. ihrer Stärken und Limitationen, bereits während der Konzeptphase, eröffnet Konstrukteuren und Entwicklern umfassende Erkenntnisse zur Leistungsfähigkeit und Notwendigkeit neuer Konzepte. Eine geeignete Software unterstützt hierbei die gezielte Kombination aus Aestetik, Mechanik und Herstellbarkeit.
Zur Erläuterung werden während des Vortrags generische Beispiele eingesetzt, welche dazu anregen bestehende Entwicklungsprozesse von industriellen Designern, Konstukteuren und Berechnungsingenieuren, zu verfeinern oder gar grundlegend zu ändern.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Welche Vorteile Simulationen und Optimierungen während der Konzeptphase bieten
  • Wie Leichtbaupotenziale durch eine frühzeitige konzeptionelle Strukturoptimierung bewertet werden
  • Welche Auswirkungen neue Fertigungsverfahren, wie die additive Fertigung, auf die Konzeption haben
Referent: Felix Radisch | Altair Engineering GmbH

Felix Radisch, born 1990 in Hamburg, holds a diploma of engineering from the Technical University of Dresden. Felix specialized in lightweight design and simulation technologies. After his graduation, he joined Altair (solidThinking Inc.) in Cologne and worked for conceptional design projects in the automotive industry. Today, Felix is responsible to technically develop and support European partners, especially in the domain of structural optimization and casting simulation.

11:00 Uhr
Bionik in Entwicklungsprozesse integrieren mehr
In diesem Beitrag soll deutlich gemacht werden, an welchen Stellen eines Entwicklungsprozesses Bionik die Entwicklungsarbeit in einem Unternehmen stärken kann. Es werden die Arbeitsabschnitte benannt, in denen der Einsatz von Bionik als besonders erfolgversprechend erachtet wird, und was bei der Durchführung beachtet werden sollte. Darauf aufbauend werden konkrete Methoden benannt, die spezifisch für die Bionik sind, und erläutert, in welchen Arbeitsabschnitten ein Einsatz möglich ist.
Referent: Prof. Dr. Heike Beismann | Westfälische Hochschule,
Institut für Bionik

Nach ihrem Biologiestudium in Tübingen und Freiburg promovierte sie an der Universität in Freiburg zum Thema Vegetationskunde und Biomechanik. Es folgten Anstellungen an der Universität Basel, an der TU München und beim Verein Deutscher Ingenieure in Düsseldorf. Seit 2012 ist sie Professorin an der Westfälischen Hochschule im Lehrgebiet Biologie und Bionik.

11:30 Uhr
Fügen im Leichtbau – Stand der Wissenschaft und Technik mehr
Leichtbau ist eine Konstruktionsphilosophie und die Entwicklung innovativer Lösungen zu deren Herstellung eine zentrale Voraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Angepasste Fügetechnologien und der Aspekt Auslegung sind dazu essentielle Themen. Der Vortrag gibt einen Überblick zu relevanten Fügetechnologien und dem Stand der Forschung in diesem Bereich mit dem Fokus auf Faserverbundwerkstoff/Metall-  sowie Metall/Metall-Mischbauweisen. Es werden dabei  exemplarisch mögliche Anwendungen in unterschiedlichen Bereichen des Maschinen- und Anlagenbaus sowie Automotive und Luftfahrt aufgezeigt. Im Vortrag werden auch Aspekte der Auslegung wie Festigkeit, Korrosion und Leitfähigkeit im Zusammenhang mit der Fügetechnologie angesprochen. 
Referent: Dr.-Ing. Jens Standfuß | Fraunhofer Institut für Werkstoff-
und Strahltechnik IWS

Dr. Jens Standfuss studied materials science at the Bergakademie Freiberg and the Technical University of Dresden from 1988 to 1993. He received his PhD in mechanical engineering from the Technical University of Dresden in 1998. Since 1993 he works at Fraunhofer Institute for Material and Beam Technology IWS Dresden. After leading the group “Laser Welding” for many years, since January 2015 he is the head of the business unit “Joining”. The Joining division develops adapted joining technologies and accompanies them into industrial applications. The focus is on laser beam welding, friction stir welding, magnetic pulse joining as well as bonding and fiber composite technology.

12:10 Uhr
Vorstellung der Aussteller
12:20 Uhr
Mittagspause und Ausstellung

Forum 1

13:30 Uhr

Paralleles Praxisforum 1: Konzeptleichtbau

13:30 Uhr: Software als Enabler für die Entwicklung von Leichtbauprodukten und –systemen mehr
Bei der Entwicklung von intelligenten Leichtbau-Lösungen müssen die Aspekte Bauweise, strukturelle Performance sowie Fertigungs- und Montageprozesse über alle Entwicklungsphasen hinweg interaktiv in Einklang gebracht werden. Auch für erfahrene Leichtbau-Ingenieure ist dabei die bereichsübergreifende Simulation unverzichtbar. In diesem Beitrag wird als Schwerpunkt zwar der interaktive Konstruktionsprozess an Beispielen dargestellt. Zugleich soll aber die zunehmend notwendige Verkettung mit den Simulationsmöglichkeiten entlang der Produktentstehung und –lebensdauer angesprochen und zur Diskussion gestellt werden.
Referent: Dr. Florian Lenz | Leichtbauzentrum Sachsen

bis 2008 Studium Maschinenbau, Studienrichtung Leichtbau und Kunststofftechnik an der TU Dresden

2008-2015: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik TU Dresden

Schwerpunkt: Entwicklung von Multi-Material-Leichtbauweisen / Untersuchung von kontinuierlichen Fertigungsverfahren für Faser-Kunststoff-Verbunde

2015-2017: Stellv. Projektgruppenleiter Engineering an der Leichtbau-Zentrum Sachsen GmbH

Schwerpunkt: Projektleitung bei der Entwicklung von Multi-Material-Leichtbauweisen

Seit 2017: Leiter Entwicklung strategische Geschäftsbereiche und Innovation an der Leichtbau-Zentrum Sachsen GmbH (LZS)

Schwerpunkt: Koordination der internen Innovationsprozesse / Identifikation der strategischen Methoden und Technologien für das LZS / Aufbau und Pflege strategischen Partnerschaften des LZS

14:00 Uhr: Strukturoptimierung oder Modulbauweise -
Oder beides? mehr
Hochintegrierte Leichtbaustrukturen und eine kostenoptimierte Modulbauweise sind kein Widerspruch. Im Gegenteil: durch eine methodische Kombination beider Ansätze lassen sich kosteneffiziente Produkte mit minimalem Aufwand konstruieren. Denn auf die Gewichtseinsparung durch reduzierten Materialeinsatz folgt zwangsläufig die Frage nach der optimalen Fertigungstechnologie. Um dies bereits in den frühen Phasen des Entwicklungsprozesses zu berücksichtigen, wird die Topologieoptimierung um eine Analyse der Produktarchitektur erweitert.
Referent: Sebastian Stein  | RWTH Aachen, MSE

Sebastian Stein studierte bis 2015 im Bachelorstudiengang Maschinenbau mit der Vertiefungsrichtung „Konstruktionstechnik“ an der RWTH Aachen. 2016 schloss er den Masterstudiengang Entwicklung & Konstruktion an der RWTH Aachen mit der Masterarbeit zum Thema „Methodische Entwicklung einer fasergerechten CFK-Multi-Material-Verbindungstechnik“ ab.
Seit 2017 arbeitet Herr Stein am Institut für Maschinenelemente und Systementwicklung (MSE) als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Multi-Material Systeme/ECO-Design. Im Rahmen seiner Tätigkeit befasst er sich mit der Auslegung von Multimaterialstrukturen im Spannungsfeld Funktion, Kosten und Nachhaltigkeit.

14:30 Uhr: Multi-Material-Bauweise: Konzeptentwicklung und -bewertung anhand von Softwaretools mehr
Durch den Einsatz der Multi-Material-Bauweise und damit unterschiedlicher Materialien innerhalb eines Bauteils ergeben sich neue Möglichkeiten zur Gestaltung von Karosseriebauteilen für die Fahrzeugindustrie. Die Größe des möglichen Lösungsraums sowie die Anzahl der zu betrachtenden Anforderungen und Randbedingungen werden dabei jedoch zur Herausforderung, sodass in der Regel nur ein kleiner Teil des Lösungsraums betrachtet wird. Somit kann das Potential der Multi-Material-Bauweise nicht vollständig ausgeschöpft werden.
Innerhalb des BMBF-geförderten Projekts MultiMaK2 wurden zur Lösung dieser Herausforderung Softwaretools entwickelt, die bei der Entwicklung kostengünstiger und umweltfreundlicher Multi-Material-Bauteile unterstützen. Um zur Reduzierung des Lösungsraums bereits in einer frühen Konzeptphase geeignete Konzepte identifizieren bzw. ungeeignete verwerfen zu können, bedarf es einer Eigenschaftsfrüherkennung möglicher Bauweisen sowie deren grundlegenden Eigenschaften. Neben der mechanischen Performance, dem maßgeblich hieraus resultierenden Gewicht und den Kosten spielt dabei die Umweltwirkung über den gesamten Lebenszyklus eine immer größere Rolle.
Die Verknüpfung der entwickelten Softwaretools zu einer geschlossenen Toolkette ermöglicht eine Unterstützung in der Konzeption und Konstruktion von Multi-Material-Bauteilen und somit eine effizientere und zielgerichtetere Entwicklung.

Referent: Tim Fröhlich  | TU Braunschweig / Open Hybrid LabFactory e. V.

2008 – 2015: Studium des Maschinenbaus an der Technischen Universität Braunschweig

ab 2016: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Konstruktionstechnik (IK) der Technischen Universität Braunschweig – Arbeitsgruppe Leichtbau und hybride Bauweisen

Forschungsschwerpunkte:
- Konzeptentwicklung für hybride Bauweisen
- Eigenschaftsfrühabschätzung für hybride Bauweisen
- Funktionsintegration für Karosseriestrukturen

Forum 2

13:30 Uhr

Paralleles Praxisforum 2: Strukturleichtbau

13:30 Uhr: Topologieoptimierung: Ein Kompass
für den Konstrukteur mehr
Topologieoptimierung ist wie ein Kompass, der dem Konstrukteur den Weg zum strukturmechanischen Optimum weist. Sie hilft dem Konstrukteur die hochbeanspruchten Bereiche zu identifizieren und damit die Tragfähigkeit (Festigkeit/Stabilität/Steifigkeit) der Struktur zu maximieren. Sie hilft dem Konstrukteur den nichttragenden Materialballast zu erkennen und damit die Materialkosten zu minimieren. Und letztendlich hilft Sie dem Konstrukteur unter den tausenden konstruktiven Möglichkeiten die wenigen effektiven Lösungsansätze herauszufiltern – in wenigen Stunden.

Kurz gesagt: Topologieoptimierung hilft Ihnen den immer größer werdenden Konflikt zwischen technischen und wirtschaftlichen Zielen bestmöglich zu lösen. 
Referent: Alexander Brunner

Alexander Brunner studierte Fahrzeugtechnik an der FH Osnabrück. Er hat 10-jährige Berufserfahrung in der Konstruktion, Entwicklung und Berechnung von Strukturbauteilen, konnte in dieser Zeit an zahlreichen Projekten mitwirken und hat sich auf das Thema Strukturdesign spezialisiert.

14:00 Uhr: Bionische Lösungssuche für die Gestaltoptimierung mehr
Leichtbau ist in der Natur allgegenwärtig. Er ist die Basis der Ressourceneffizienz in der Biologie. Von daher lohnt es sich, in die Natur zu schauen, um Anregungen für Leichtbaustrukturen zu erhalten. Der Vortrag gibt einen kurzen Überblick, wie man mit bionischer Lösungssuche, leichtere und gestaltoptimierte Bauteile erhält und welche Methoden zur Gestaltoptimierung sich hieraus entwickeln lassen.
Referent: Prof. Dr. Hans-Joachim Weber | htw saar

Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Weber ist Maschinenbau-Ingenieur mit mehr als 10 Jahren praktischer Erfahrung in Konstruktion und Entwicklung. Aus der Industrie wechselte er an die htwsaar um Lösungen zu entwickeln, wie man den Konstruktionsprozess in Unternehmen nachhaltig verbessern kann. Sein besonderes Interesse gilt hierbei der Bionik, die er um die Techniken der methodischen Konstruktion erweitert hat, damit sie noch besser von Unternehmen eingesetzt werden kann. Prof. Weber lehrt Konstruktionsmethodik und Bionik, ist Leiter des Instituts für Produktentwicklung und -optimierung (InPEO) und Leiter des Masterstudiengangs „Konstruktionsbionik“ an der htwsaar sowie Vorsitzender des bionic engineering networks.
Sein Anliegen ist es, Unternehmen beim Einsatz der Bionik zu unterstützen.

14:30 Uhr: Leichtbau durch Funktionsintegration
Referent: Stefan Bröring | Pöppelmann Kunststoff-Technik GmbH & Co. KG
15:00 Uhr
Kaffeepause und Ausstellung

Forum 3

15:30 Uhr

Paralleles Praxisforum 3: Fügetechnologien

15:30 Uhr: Laserstrahlschweißen von Leichtbaumaterialien
Referent: N. N.
16:00 Uhr: Rührreibschweißen von Leichtmetallen mehr
Mit dem Rührreibschweißverfahren (Friction Stir Welding, FSW) können unterschiedliche Metalle miteinander verschweißt werden, auch solche mit sehr unterschiedlichen Schmelzpunkten. Das innovative Schweißverfahren wird mittlerweile beim Herstellen von unterschiedlichsten Bauteilen in der Luft- und Raumfahrt, dem Schienenfahrzeug- und Schiffbau bis in den Automobilbau industriell eingesetzt. Durch das Fügen in der festen Phase ergeben sich ausgezeichnete mechanische Eigenschaften und der Verzug der Bauteile kann extrem minimiert werden. Im Rahmen dieses Vortrags werden die Potentiale und Anwendungsmöglichkeiten dieses Fügeverfahren speziell für Leichtbauanwendungen erläutert. Dazu werden auch die Konstruktionsbesonderheiten und Einschränkungen an Hand von praktischen Beispielen dargestellt.  
Referent: Dr. Thomas Weinberger | Stirtec GmbH

Berufliche Laufbahn:

06/2010 – : Co-Gründer und geschäftsführender Gesellschafter, Leitung F&E, STIRTEC GmbH, Premstätten, Österreich

10/2010 – ; Lehrbeauftragter für das Fach „Schweißverfahren“, Technische Universität Graz, Österreich

04/2009 – 06/2010: Universitätsassistent am Institut für Werkstoffkunde und Schweißtechnik, Technische Universität Graz, Österreich

10/2005 – 03/2009: Wissenschaftlicher Projektmitarbeiter am Institut für Werkstoffkunde und Schweißtechnik, Technische Universität Graz, Österreich

03/2004 – 09/2005: Studienassistent, Vizerektor für Lehre, Technische Universität Graz, Österreich



Ausbildung:

03/2006 – 07/2010: Doktoratsstudium der technischen Wissenschaften - Maschinenbau, Doktorarbeit: „Rührreibschweißen von Stahl“, Technische Universität Graz, Österreich

10/2000 – 03/2006: Diplomstudium Wirtschaftsingenieurwesen Maschinenbau, Technische Universität Graz, Österreich

16:30 Uhr: Kleben von Faserverbundwerkstoffen mehr
Klebgerechtes Konstruieren mit CFK leicht gemacht

Strukturelles Kleben erlaubt nicht nur das dauerhafte Verbinden von CFK mit anderen Materialien, es bietet darüber hinaus zahlreiche Vorteile wie etwa einen Spannungsausgleich zwischen den unterschiedlichen Werkstoffen.
Um das volle Potential zu nutzen, sollte das Kleben so früh wie möglich in der Konstruktionsphase berücksichtigt werden. Erfolgt eine optimierte Konstruktion der Fügeteile, lassen sich die Leistungsfähigkeit der Verbindung erhöhen und Produktionsprozesse beschleunigen. Was der Ingenieur dabei beachten muss und wie mögliche Lösungen aussehen können, erklärt Bernd Scholl in seinem Vortrag.

Referent: Bernd Scholl | Delo Industrie Klebstoffe GmbH

Nach dem Maschinenbau Studium an der TU Kaiserslautern, 2004 Start als Anwendungsingenieur bei DELO. Innerhalb des Engineering in den Folgejahren Aufbau und Leitung der Abteilung Prozessmanagement Produktfelder und anschließend Übernahme der Leitung der Anwendungstechnik. Seit Oktober 2017 verantwortlich für den Bereich Product Technology bei DELO.

Forum 4

15:30 Uhr

Paralleles Praxisforum 4: Bionische Strukturen

15:30 Uhr: Bionische Wölbstrukturen für
multifunktionelle Leichtbauteile mehr
Seit den 70iger Jahren haben Physiker/Ingenieure und Biologen/Mathematiker unabhängig voneinander herausgefunden, dass analoge mehrdimensional versteifende Strukturformen in dünnwandigen Materialien in Natur und Technik gebildet werden können, wenn dieselben physikalischen Gesetze (Karman Gleichungen für biegsame Platten und Schalen) mit den Merkmalen Nichtlineratität und Selbstorganisation zur Anwendung kommen. Durch den bionischen Herstellungsprozess weisen Wölbstrukturen im Gegensatz zu herkömmlich gepressten Strukturen eine drastisch verbesserte Ressourceneffizienz auf: Die Herstellungsenergie wird auf mehr als 1/10 reduziert, und gleichzeitig verbleiben wesentlich größere Umformreserven im wölbstrukturierten Material. Der Kundennutzen: Reduziertes Gewicht bei vermindertem Materialeinsatz durch hohe allseitige Biegesteifigkeit, verbesserte Akustik und erhöhte thermische Bauteilstabilität.


Referent: Prof. Dr. Frank Mirtsch | Dr. Mirtsch Wölbstrukturierung GmbH

Studium/Ausbildung:

Studium der Verfahrenstechnik (Dipl.-Ing. , 1970) und Physik (Dipl.-Phys. , 1974), Promotion an der Universität Hamburg (Dr. rer. nat., 1978)


Beruflicher Werdegang:

Dr. Mirtsch GmbH Stahnsdorf, Entwicklung und Fertigung wölbstrukturierter Materialien und Produkte (seit 1993) Geschäftsführer

TFH Berlin (jetzt Beuth Hochschule für Technik Berlin) Professur für Thermodynamik, thermische Verfahrenstechnik und Bionik (1988 – 2009)

Ruhrkohle Öl und Gas GmbH, Bottrop Forschungsschwerpunkt: Synthetische Ölherstellung aus Kohle (1979 – 1988) Leiter der Organisationseinheit Verfahrenstechnik


Aktuelle Tätigkeit:

Selbstorganisierter Strukturbildungsprozess dünnwandiger Materialien und sekundäre Weiterverarbeitung

Geschäftsführer der Dr. Mirtsch Wölbstrukturierung GmbH Berlin Pankow

16:00 Uhr: Anwendungsoptimierte Zellstrukturen mehr
Innovative Konstruktionskonzepte, wie bionische Zellstrukturen, erfahren branchenübergreifend ein zunehmendes Interesse in Industrie und Wissenschaft. Mit Hilfe moderner Fertigungstechnologien wie dem 3D-Druck und unter Nutzung neuartiger leistungsstarker Modellierungs- und Optimierungswerkzeuge lassen sich hoch-effiziente Prinzipien der Natur auf technische Anwendungsfelder wie dem Leichtbau übertragen. Dies ermöglicht bereits jetzt massive Gewichtseinsparungen, Reduktion von Fertigungsaufwand und Bauteilkosten bei gleichzeitigen Performancesteigerungen von Bauteilen in bisher unerreichtem Ausmaß.
Referent: Henry Langner | CellCore GmbH

Henry Langner (30) ist Entwicklungs- und Konstruktionsingenieur bei der CellCore GmbH. Im Frühjahr 2018 erlangte er nach erfolgreichem Ingenieurstudium an der TU Berlin den M.Sc. Luft- und Raumfahrttechnik. Er beschäftigte sich während des Studiums intensiv mit Leichter-als-Luft-Technologie, Leichtbau mit additiver Fertigung sowie Raumfahrttechnik. Bei CellCore ist er seit Februar für Forschung- und Entwicklungsthemen verantwortlich.

16:30 Uhr: Organosandwichstrukturen mit
angespritzten Funktionselementen mehr
Innovative Organosandwich-Halbzeuge bestehend aus einem thermoplastischen Wabenkern und faserverstärkten Decklagen mit Thermoplastmatrix (Organobleche) lassen sich in einem kontinuierlichen Prozess herstellen und sind damit wesentlich kostengünstiger als Sandwichstrukturen mit konventionellen Kernmaterialien (z.B. expandierte Wabenkerne). Durch eine Deckschicht aus gewebeverstärkten Organoblechen oder thermoplastischen Laminaten aus UD-Einzellagen können anwendungsoptimierte und belastungsgerechte Sandwichstrukturen großserientauglich hergestellt werden. Für die Verwendung in komplexen Bauteilen müssen diese Organosandwich-Halbzeuge umgeformt und ggf. weiter funktionalisiert werden. Im Forschungsvorhaben Organosandwich konnte aufgezeigt werden, dass dies machbar ist. Der Beitrag gibt einen kurzen Überblick über die dabei gewonnenen Erkenntnisse.  
Referent: Jochen Pflug | ThermHex Waben GmbH

Jochen Pflug, schloss 1994 sein Studium der Luft- und Raumfahrttechnik an der Universität für angewandte Wissenschaften in Aachen ab. Im Jahr 1996 erhielt er den Master in Polymer and Composites Engineering der KU Leuven in Belgien. Von 1996 bis 2005 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Composites Materials Group von Prof. Verpoest im Department MTM an der KU Leuven und schloss seine Promotion 2018 ab.
In 2005 gründete Jochen Pflug EconCore und wurde Chairman des Board of Directors. Seit 2007 ist er CEO von EconCore N.V. und seit 2010 Geschäftsführer der ThermHex Waben GmbH.

Referent: Ralf Schlimper | Fraunhofer IMWS

geboren 19.10.1983 in Leipzig

2007: Studienabschluss (Dipl.-Ing. (FH)), Hochschule Bremen Maschinenbau, Fachrichtung Luft- und Raumfahrttechnik

2014: Promotion zum Dr.-Ing. Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg / Zentrum für Ingenieurwissenschaften Thema der Dissertation: Verformungs- und Versagensverhalten geschlossenzelliger Polymerhartschaumstoffe

Seit 2007: Wissenschaftlicher Mitarbeiter Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS in Halle (vormals Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM in Halle) Geschäftsfeld Polymeranwendungen

Seit 2015: Leiter der Gruppe "Bewertung von Faserverbundsystemen" am Fraunhofer IMWS

17:00 Uhr
Ende des ersten Veranstaltungstages
18:00 Uhr
Abendveranstaltung

Mittwoch, 5. Dezember 2018

08:00 Uhr
Registrierung zum zweiten Veranstaltungstag des Anwendertreff Leichtbau
09:00 Uhr
Begrüßung
09:10 Uhr
Impulsvortrag: Sekundäreffekte beim Leichtbau von bewegten Maschinenkomponenten am Beispiel einer
Wellpappen-Verarbeitungsmaschine mehr
Hersteller von Verarbeitungsmaschinen sehen sich steigenden Anfor-derungen an Produktivität und Ressourceneffizienz gegenüber. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, stellen Leichtbaukonstruktionen ein geeignetes Mittel dar. Insbesondere bei bewegten Maschinenkomponenten kann eine Massenreduktion zu sekundären Einspareffekten bei den Antriebselementen führen. In diesem Vortrag wird ein Ansatz zur Analyse von Leichtbaupotentialen und anschließender Synthese eines Leichtbaukonzepts am Beispiel einer Wellpappeverarbeitungsmaschine der Firma Bahmüller GmbH vorgestellt. In diesem Projekt konnten Masseneinsparungen von bis zu 40 % erzielt werden, die zu einer signifikanten Reduzierung des Energieverbrauchs als auch die Herstellkosten führten.
Referent: Felix Laufer | IKTD Universität Stuttgart

10/2016 – heute: Akademischer Mitarbeiter am Institut für Konstruktionstechnik und Technisches Design; Arbeitsgebiet: Methodische Leichtbauproduktentwicklung

10/2008 – 01/2016: Studium des Maschinenbaus an der Technischen Universität Darmstadt; Schwerpunkte: Produktentwicklung und Leichtbaukonstruktion

09:30 Uhr
Methodische Werkstoffauswahl für den Leichtbau mehr
Der heutige Strukturleichtbau bietet in vielen Anwendungsfällen Potential zur Gewichtseinsparung. Durch den Materialleichtbau können daran anknüpfend weitere Potentiale über die Nutzung verschiedener Werkstoffoptionen in Unterstrukturen gemäß dem Motto „Der richtige Werkstoff an der richtigen Stelle“ erschlossen werden. Besonders in Unterstrukturen mit einem klar dominierenden Spannungszustand ermöglicht eine optimale Werkstoffauswahl Gewichtseinsparungen. Diese Werkstoffauswahl erfordert ein methodisches Vorgehen mit effizienter Einbindung in den Entwicklungsprozess, um aus dem stetig wachsenden Werkstoffangebot die beste Option für eine Unterstruktur zu ermitteln. Im Rahmen dieses Vortrags wird ein methodischer Werkstoffauswahlprozess von den Ergebnissen einer Topologieoptimierung bis zur Festlegung des Werkstoffs vorgestellt.
Referent: Marian Kozlowski | RWTH Aachen, Institut für Maschinenelemente und Systementwicklung

Marian Kozlowski studierte bis 2017 Wirtschaftsingenieurwesen mit Fachrichtung Maschinenbau an der RWTH Aachen.
In seiner Masterarbeit entwickelte er einen Werkstoffauswahlprozess für nachhaltige Multimaterial-Strukturen. Seit 2017 arbeitet Herr Kozlowski am Institut für Maschinenelemente und Systementwicklung (MSE) als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Multi-Material Systeme/ECO-Design. Im Rahmen seiner Tätigkeit befasst er sich mit der Konstruktion nachhaltiger Produkte sowie den Themen methodische Werkstoffauswahl, Produktentstehungsprozess und Nachhaltigkeitsbewertung.

10:00 Uhr
Kaffeepause und Ausstellung
10:30 Uhr
Herstellungsmethoden für Faserverbundstrukturen mehr
Faserverbundwerkstoffe finden aufgrund ihrer exzellenten gewichtsspezifischen Eigenschaften zunehmend Anwendung in zahlreichen Industriezweigen, nicht nur in der Luftfahrt und dem Fahrzeugbau. Durch die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten, vor allem auch hinsichtlich der Materialeigenschaften, lassen sich die Bauteile ganz individuell anwendungsspezifisch optimieren. Die unzähligen Freiheitsgrade erstrecken sich hin bis zur Bauteilherstellung, wo es gilt, abhängig von den gewählten Materialien, der Bauweise und Bauteilgestaltung sowie den angestrebten Durchlaufzeiten und Losgrößen, die ideale Fertigungsprozesskette zu entwickeln. Mit diesem Vortrag wird anhand beispielhafter Fertigungstechnologien für verschiedene Faserverbundmaterialsysteme das Zusammenspiel von Bauteilkomplexität und Materialdurchsatz erörtert und ein Einblick in die Mannigfaltigkeit der Herstellungsmethoden vermittelt.
Referent: Jürgen Filsinger | Fraunhofer IGCV

Jürgen Filsinger studierte Luft- und Raumfahrttechnik an der Universität Stuttgart. Mehr als 22 Jahre war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter, Teamleiter und Experte bei der zentralen Forschung von Airbus in Ottobrunn bei München (ehemals Daimler und EADS) tätig. Sein dortiges fachliches Tätigkeitsfeld lag im Bereich der textilen Preform-Technik und der Vakuuminfusionsverfahren. Anfang 2018 übernahm er in der Fraunhofer Einrichtung für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik IGCV in Augsburg die Leitung der Abteilung Fertigungsprozesse; mit Pultrusion und automatisierten Legetechniken als neue thematische Schwerpunkte.

11:00 Uhr
Fertigungstechnologien für topologieoptimierte Bauteile mehr
Die Topologieoptimierung ermöglicht erhebliche Potentiale zur Gewichtsreduktion von Bauteilen. Diese Gewichtsreduktion geht in vielen Fällen allerdings zu Lasten einer einfachen und leicht zu fertigenden Produktgeometrie, die es nach wie vor wirtschaftlich zu produzieren gilt. Der Vortrag zeigt daher die Herausforderungen und Möglichkeiten der Fertigung topologieoptimierter Bauteile auf und gibt nach einer kurzen allgemeinen Einführung in das Thema einen Überblick über geeignete Fertigungstechnologien zur Herstellung topologieoptimierter Produkte. Ergänzend zur Darstellung des derzeitigen Stands der Technik wird ein Überblick über aktuelle Trends und Forschungsaktivitäten gegeben und aus laufenden Forschungsprojekten des Fraunhofer IPT in diesem Bereich berichtet.
Referent: M.Sc. Stephan Schröder | Fraunhofer IPT

Seine akademische Ausbildung im Fach Maschinenbau erfolgte an der RWTH Aachen, welche er im September 2014 mit dem Master of Science abschloss. Bereits seit 2010 arbeitet Stephan Schröder am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT, zunächst als studentische Hilfskraft, seit Oktober 2014 als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Seit Dezember 2017 verantwortet er das Geschäftsfeld »Leichtbau-Produktionstechnik« am Fraunhofer IPT, welches das breite Kompetenzspektrum der Fachabteilungen im Anwendungsfeld Leichtbau bündelt.

11:30 Uhr
Additive Fertigung – Stand der Wissenschaft und Technik mehr
Additive Manufacturing (AM) ist seit über dreißig Jahren bekannt, wurde aber zunächst überwiegend im Prototyping genutzt. Die Verbesserung der AM-Maschinen und -Prozesse bietet heute zunehmend die Möglichkeit der direkten Fertigung von Endanwenderteilen. Das Potenzial von AM lässt sich nur dann voll ausschöpfen, wenn schon die Konstruktion auf die durch AM erweiterte Gestaltungsfreiheit ausgerichtet ist und die Konstrukteure mit den Möglichkeiten und Beschränkungen vertraut sind. Leichtbau ist hierbei ein besonderer Treiber der Entwicklung. Konsequenter Einsatz von Topologieoptimierung führt zu Strukturen, die nur mit AM vergleichsweise kostengünstig umgesetzt werden können. Den Vorteilen in der Gestaltung stehen Nachteile, etwa in der Oberflächenqualität, der Auflösung von feinsten Details, Anisotropie oder Begrenzungen der Bauteilgröße entgegen. Mit dem Schwerpunkt auf Metall und Kunststoff werden die derzeitigen Stärken und Schwächen der additiven Fertigung dargestellt und Chancen für den Leichtbau aufgezeigt.
Referent: Prof. Dr.-Ing. Franz-Josef Villmer | HS Ostwestfalen-Lippe

Franz-Josef Villmer ist Professor für Produktentwicklung, Innovationsmanagement und Rapid Technologies an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Er studierte Maschinenbau an der Technischen Universität Clausthal und promovierte dort zum Dr.-Ing.. Er sammelte ausgedehnte internationale Managementerfahrungen im Maschinen- und Anlagenbau, im Fahrzeug- und Servicemaschinenbau sowie in der Automobilzulieferindustrie. Dr. Villmer beschäftigt sich seit nahezu dreißig Jahren mit der additiven Fertigung und etablierte an der Hochschule OWL bereits Mitte der 90er Jahre das Gebiet Rapid Prototyping (Additive Fertigung) in Lehre, Forschung und Konferenzen.

12:00 Uhr
Mittagspause und Ausstellung
13:00 Uhr
Workshops “Leichtbau mit Druckguss“

Simulationsgetriebenes Produktdesign von Druckguss-Strukturbauteilen mit Altair Inspire Cast mehr
Die Nachfrage nach Leichtmetallgussteilen auf dem Markt ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Gesetzliche Vorschriften zur Reduzierung der CO2-Emissionen zwingen die Fahrzeughersteller, in Zukunft umweltfreundlichere Autos zu produzieren. Gewichtseinsparpotenziale liegen heute oft in der Karosserie, wo Stahlteile durch dünne Aluminiumdruckguss-Strukturbauteile ersetzt werden. Dies hat in der jüngeren Vergangenheit zu einem starken Anstieg der Produktion von Strukturbauteilen geführt.

Eine gegossene Federbeinaufnahme wird verwendet, um die Vorgehensweise für den Einsatz der Gieß-Simulation mit Inspire Cast zu beschreiben. Die Untersuchung der Angusstechnik an großflächigen, dünnwandigen Bauteilen wird beschrieben. Wie können von dieser Grundstruktur abweichende dickere Bereiche fehlerfrei hergestellt werden? Wann ist der Einsatz von Squeezern erforderlich? Können Porositäten durch Nachdruck zuverlässig vermieden werden? Außerdem wird gezeigt, wie die Überlauf- und Entlüftungssituation optimiert werden kann, um die Umschmelzkosten zu senken.


Referent: Rainer Böke | Böke-IE GmbH & Co. KG

- Berufsausbildung zum Stahlformenbauer

- Studium der Gießerei- und Werkstofftechnik an der Fachhochschule Gießen-Friedberg/Hessen und TU Bergakademie Freiberg/Sachsen

- Motorenentwickler bei der Adam Opel AG und GM Warren/Detroit.

- Seit 1998 Geschäftsführer der Böke-IE GmbH & Co. KG, die an der Konstruktion und Entwicklung von Gussteilen und Werkzeugen für alle Gießverfahren

13:45 Uhr
Workshops “Leichtbau mit Druckguss“

Druckgussgerechtes Konstruieren von Aluminiumbauteilen
Referent: N. N.
14:30 Uhr
Workshops “Leichtbau mit Druckguss“

Druckgussgerechtes Konstruieren von Magnesiumbauteilen
Referent: Eugen Vigini  | Sidrag AG
15:15 Uhr
Kaffeepause und Ausstellung

Forum 5

15:45 Uhr

Paralleles Praxisforum 5: Verbundwerkstoffe

15:45 Uhr: Schnelle Auslegung von Faserverbundstrukturen mit eLamX² mehr
Die Auslegung von Faserverbundstrukturen stellt im Vergleich zur Auslegung mit isotropen Werkstoffen, wie z.B. Metallen, vollkommen neue Anforderungen an die Entwicklungsingenieure. Sowohl das Verformungsverhalten unter Belastung als auch das Versagen unterscheidet sich erheblich. Einfache Handbuchmethoden sind während einer Vorauslegung häufig nur bedingt einsetzbar. Aus diesem Grund empfiehlt sich der Einsatz von Programmen wie eLamX². Das kostenlose Laminatberechnungsprogramm eLamX² kann den Ingenieur während der Vorauslegungen von Faserverbundstrukturen unterstützen. Denn in dieser Entwicklungsphase sind aufwändige Finite Element Programme oftmals nicht notwendig. eLamX² wird sowohl in Lehre, Forschung und Industrie eingesetzt. Im Rahmen des Vortrags soll die wesentlichen Merkmal von eLamX² an einem einfachen Entwicklungsbeispiel vorgestellt werden.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Auslegung von Faserverbundstrukturen mit eLamX²
Referent: Andreas Hauffe | TU Dresden

Andreas Hauffe studierte bis 2006 an der Technischen Universität Dresden Maschinenbau mit der Vertiefung Luft- und Raumfahrttechnik. Seit 2006 arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Luftfahrzeugtechnik der Technischen Universität Dresden und leitet seit 2009 das Forschungsfeld "Auslegungsmethoden für Luftfahrzeuge".
Im Rahmen seiner Tätigkeit hat er verschiedene Softwarewerkzeuge zur Auslegung und Optimierung von Faserverbundstrukturen entwickelt, wie z.B. eLamX².

16:15 Uhr: Composite mit strukturintegrierter Sensorik mehr
Der Vortrag gibt einen Überblick über aktuelle Möglichkeiten zur Integration von sensorischen Funktionen in Leichtbauwerkstoffe, mit Fokus auf Faserverbundkunststoffe (FVK). Neben den unterschiedlichen Arten der eingesetzten Sensoren werden auch deren Arbeitsweisen, Anwendungsbereiche und Anwendungsbreiten erläutert. Es erfolgt eine Diskussion der Auswirkungen der Integration von Sensoren in die Bauteilstruktur und daraus abgeleitet eine Betrachtung der Vor- und Nachteile der einzelnen Methoden.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Integration von Sensoren in Faserverbundstrukturen
  • Anwendungen von Sensorik
  • Auswirkungen der Funktionsintegration auf die Composite
Referent: Prof. Dr. Christian Dreyer | Fraunhofer IAP & TH Wildau

Fraunhofer Institut für Angewandte Polymerforschung IAP, Forschungsbereich Polymermaterialien und Composite PYCO / TH Wildau, Professur Faserverbund-Materialtechnologien
1996 Diplom in Chemie (Universität Kaiserslautern);
2002 Promotion an der BTU Cottbus;
1996 -2006 Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Fraunhofer-Gesellschaft;

2006-2011 Laborleiter Zentrale Forschung und Entwicklung Leoni AG, Nürnberg;

2012-2015 Senior Scientist und stellvertretender Leiter der Fraunhofer-Einrichtung PYCO;

seit 2016 komm. Forschungsbereichsleiter Fraunhofer IAP, FB PYCO;

seit 2018 Professur für Faserverbund-Materialtechnologien an der TH Wildau; Forschungsaktivitäten: Optische Polymere, alternative Härtungsmethoden (UV, Mikrowelle etc.), faserverstärkte Kunststoffe mit Thermoset-Matrix und deren Recycling

16:45 Uhr: CFK -Anwendungen im Maschinenbau mehr
Leichtbau mit CFK ist nicht nur in der Luftfahrt oder dem Automobilbau ein Schlüsselthema. Auch im Maschinenbau werden vermehrt Komponenten aus CFK eingesetzt. Insbesondere dort wo bewegte Massen reduziert und die Produktionseffizienz sowie die Bearbeitungsqualität gesteigert werden können, ist die Substitution metallischer Bauweisen durch CFK langfristig sinnvoll. Anhand von Anwendungsbeispielen soll im Vortrag gezeigt werden, vor welche Herausforderungen der Konstrukteur im Entwicklungsprozess gestellt wird und welchen Einfluss das Fertigungsverfahren auf die Konstruktion ausübt.
Referent: Christoph Albani  | LiCoMo

Christoph Albani studierte bis 2010 im Diplomstudiengang Fahrzeugbau mit den Schwerpunkten „Werkstoffe und Komponenten“ an der Technischen Universität Freiberg. Seit 2011 arbeitet er am Institut für Konstruktion und Verbundbauweisen gGmbH (kurz: KVB) zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter und seit 2013 in leitender Funktion für unterschiedliche Fachbereiche. Nach der im Jahre 2016 erfolgten Ausgründung der LiCoMo GmbH aus dem KVB ist Herr Christoph Albani für den Bereich „Forschung & Entwicklung“ im Tochterunternehmen aktiv. Im Rahmen seiner Tätigkeit befasst er sich schwerpunktmäßig mit der Entwicklung und Herstellung von Bauteilen aus faserverstärkten Kunststoffen in unterschiedlichen Herstelltechnologien.

Forum 6

15:45 Uhr

Paralleles Praxisforum 6: Additive Fertigung

15:45 Uhr: Identifizierung von Bauteilen für die additive Fertigung mehr
In seinem Vortrag „Identifizierung von Bauteilen für die additive Fertigung“ stellt Herr Haller die von Additive Minds entwickelte Methodik zur Bauteilauswahl vor. Die einfach anzuwendende Methodik beschränkt sich auf die wichtigsten Faktoren und berücksichtigt sowohl die technische als auch die wirtschaftliche Machbarkeit von Komponenten. So kann sie in leicht abgewandelter Form sowohl bei der Substitution von Bauteilen als auch bei der Neukonstruktion von Bauteilen angewendet werden.
Darüber hinaus wird Herr Haller Erkenntnisse aus verschiedenen Beratungsprojekten teilen, unter anderem zu den häufigsten Gründen für einen Verfahrenswechsel.

Referent: Benjamin Haller | EOS

Benjamin Haller arbeitet als Application Development Consultant bei Additive Minds, der Beratungsspartner von EOS. Er hat einen Abschluss im Bereich Technologiemanagement von der Technischen Universität München. In seiner aktuellen Rolle unterstütze er in über 50 Beratungsprojekten Kunden aus verschiedenen Branchen bei der Implementierung der Additiven Fertigung im Unternehmen. Kern der Projekte war es, die technische und wirtschaftliche Machbarkeit der Additiven Fertigung zu untersuchen sowie das identifizierte Potential zu realisieren.

16:15 Uhr: Konstruktionsrichtlinien für additiv zu fertigende Bauteile mehr
Additive Fertigungsverfahren (engl.: Additive Manufacturing, kurz: AM) ermöglichen die werkzeuglose Herstellung von Komponenten und kompletten Baugruppen direkt aus dem 3D-CAD-Modell. Insbesondere additiv hergestellte topologieoptimierte Leichtbaukonstruktionen weisen ein hohes Potential auf. Allerdings sind auch fertigungsbedingte Restriktionen zu berücksichtigen. Diese gilt es durch Konstruktionsrichtlinien für den Entwicklungsingenieur handhabbar zu machen. Der Vortrag bietet einen Überblick über AM-Konstruktionsrichtlinien für unterschiedliche Verfahren und gibt einen Ausblick auf die automatisierte Gestaltüberprüfung im Hinblick auf eine fertigungsgerechte additive Fertigung.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Konstruktionsrichtlinien für die additive Fertigung
  • Überblick bestehender Normen
Referent: Stefan Lammers | DMRC; Universität Paderborn

Stefan Lammers erhielt seinen Masterabschluss im Maschinenbau an der Universität Paderborn 2014 nach Beendigung seiner Masterarbeit in Qingdao, China. Er arbeitet zurzeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Konstruktions- und Antriebstechnik (KAt) in Kooperation mit dem Direct Manufacturing Research Center (DMRC) an der Universität Paderborn. Seine Hauptforschungsthemen sind Konstruktionsrichtlinien für additive Fertigungsverfahren und die Machbarkeitsuntersuchungen zu additiv gefertigten, permanentmagneterregten Synchronmaschinen.

16:45 Uhr: Simulationsbasierte Prozessvorbereitung für das Laserschmelzen mehr
Trotz bereits vieler Anwendungen ist die Bauteilvorbereitung beim Laserschmelzen auch heute noch ein großes Thema. Aufgrund von Kontraktionen des Materials beim Abkühlen und Eigenspannungen, die während des Prozesses entstehen, ist das Prozessergebnis sehr stark von der Prozessvorbereitung abhängig. Mit Hilfe der Amphyon Software kann diese simulationsbasiert ausgelegt werden, um direkt ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen. Dazu werden die Schritte Bauteil-Orientierung, Hinzufügen von Stützgeometrien sowie eine Verzugssimulation zur Kompensation von Formabweichungen durchgeführt und auf Basis der Berechnungsergebnisse bestimmt. Der Workflow wird anhand einer Beispielkonstruktion durchgespielt und die einzelnen Schritte in eine Live-Demo vorgestellt.
Referent: Dr. Nils Keller  | Additive Works GmbH

Nils Keller, geboren am 23.02.1986 in Bremen, studierte an der Universität Bremen Physik und schloss im Jahr 2011 das Studium mit dem Master of Science ab. Dabei wurden Bachelor- und Masterarbeit im Bereich der nichtlinearen Dynamik im Institut für theoretische Physik angefertigt. Nach Abschluss des Studiums begann Herr Keller direkt die Promotion bei Prof. Dr. Vasily Ploshikhin im Bereich der computergestützten Materialwissenschaft und makroskopischen Simulation innerhalb der Airbus Stiftungsprofessur für Integrative Simulation und Engineering von Materialien und Prozessen (ISEMP). Seit Beginn seiner Tätigkeit leitete Herr Keller dort die Gruppe „Additive Layer Manufacturing and Joining“, in der zahlreiche Projekte unter der Leitung von Herrn Keller akquiriert und durchgeführt wurden.
Der Schwerpunkt der eigenen wissenschaftlichen Arbeit liegt in der makroskopischen Prozesssimulation additiver Fertigungsprozesse.
Ende 2015 gründete er gemeinsam mit drei Kollegen aus dem Lehrstuhl heraus die Additive Works GmbH, ein Software-Unternehmen, welches sich mit der Weiterentwicklung und Nutzung von Numerik und Simulationen zur Verbesserung von additiven Herstellungsprozessen befasst und über das EXIST-Forschungstransfer Programm gefördert wurde.

17:15 Uhr
Schlussvortrag: Der Leichtbauatlas – Ein interaktives Portal über Leichtbauaktivitäten im deutschsprachigen Raum mehr
2016 beauftragte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie einen Kompetenzatlas Leichtbau für Deutschland. Dieser LEICHTBAUATLAS ist seit November 2016 unter www.leichtbauatlas.de verfügbar und erfreut sich seither stetig wachsender Nutzerzahlen. Das Internetportal bietet Organisationen, die im Leichtbau aktiv sind, die Möglichkeit, sich und ihre leichtbauspezifischen Kompetenzen zu präsentieren. Die gemeinsam mit Experten erarbeiteten rd. 250 fachlichen Kriterien bieten andererseits auch die Möglichkeit, gezielt nach Organisationen als potenzielle Projekt- oder Kooperationspartner zu suchen. Der Vortrag gibt einen Überblick über das Portal und dessen Nutzungsmöglichkeiten. 
Referent: Heiko Hahnenwald | Fraunhofer LBF

Heiko Hahnenwald ist seit 2012 am Fraunhofer Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF in Darmstadt tätig und seit Mai 2018 Leiter der Gruppe Technologiemarketing und Kommunikation.
Als Projektleiter war er für die Konzeption und Erstellung des LEICHTBAUATLAS verantwortlich und betreut im Rahmen der Geschäftsstelle der Initiative Leichtbau derzeit noch die zweite Erweiterungsphase des Leichtbauatlas.

17:35 Uhr
Schlusswort
Referent: Ute Drescher  | Vogel Communications Group GmbH & CO. KG

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