Programm-Rückblick 2018

Donnerstag, 7. November 2019

09:00 Uhr
Registrierung der Teilnehmer
10:00 Uhr
Begrüßung durch den Veranstalter
Referent: Ute Drescher  | Chefredakteurin Konstruktionspraxis
Referent: Dorothee Quitter  | Redaktion Konstruktionspraxis, Programmkonzeption

beide Vogel Communications Group GmbH & Co.KG
10:10 Uhr
Keynote:
Warum werden neue Leichtbautechnologien benötigt? mehr
Zukünftige Technologie- und Produktentwicklungen werden mehr denn je an der Steigerung der Ressourcen- und Energieeffizienz sowie der Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit unter Berück-sichtigung eines nachhaltigen Klima- und Umweltschutzes gemessen. Die Erforschung neuer Technologiekombinationen, die in Bezug auf Nachhaltigkeit und Impact ein besonderes Potenzial versprechen, ist daher von großem wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Interesse. Fertigungs-prozesse für verschiedene Materialgruppen, wie Metalle, Kunststoffe oder Textilien, die derzeit noch getrennt sind, müssen zu kontinuierlichen Großserientechnologien zur Herstellung von Hochleistungs-strukturen zusammengeführt werden. Eine solche Zusammenführung von Technologien zeichnet sich durch erhebliche Energie- und Materialeinsparungen aus. Bei Leichtbaustrukturen ist ein effizienter Materialeinsatz per Definition geboten, was perse zu einer Reduzierung des Energiebedarfs und damit zu einer Reduzierung der C02-Emissionen führt, insbesondere bei mobilen Anwendungen.

Neben der Mission einer nachhaltigen und energieeffizienten Produktion von multifunktionalen Leichtbaustrukturen werden exemplarisch material- und prozessbasierte Leichtbaustrategien auf Basis fortschrittlicher Leichtbautechnologien vorgestellt, die sich vor allem durch einen hohen Grad an funktionaler und struktureller Integration in FKV-Bauteile auszeichnen. Wesentliche Schwerpunkte stellen u. a. die Adaption textiler Fertigungsverfahren für die Herstellung lastpfadangepasster FKV-Halbzeuge sowie den anwendungsspezifischen Materialeinsatz auf Basis der Technologiekombination metallintensiver Fertigungsverfahren mit Prozessen der Kunststoffverarbeitung für hybride Leichtbaustrukturen dar. Diese zeigen die Bandbreite der Verfahrenskombinationen für den multifunktionalen Leichtbau und geben einen Einblick in den methodischen Ansatz für die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Kunststofftechnik, Elektrotechnik/Elektronik, Textiltechnik und Metallverarbeitung.

Referent: Prof. Dr. Lothar Kroll  | TU Chemnitz, CEO MERGE

Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Prof. h. c. Dr. h. c. Prof. L. Kroll ist Direktor des Instituts für Strukturleichtbau und Koordinator des Exzellenzclusters MERGE an der TU Chemnitz. Seit 2006 ist er Inhaber der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung sowie seit 2007 Direktor des Cetex Instituts für Textil- und Verarbeitungsmaschinen gGmbH, einem An-Institut der TU Chemnitz. Seit 2013 leitet Prof. Kroll das Fraunhofer-Kunststoffzentrum Oberlausitz, zu dem sich 2015 die Leitung des Fraunhofer-Forschungszentrums STEX am Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) ergänzte, die sich schwerpunktmäßig mit der Erforschung und Entwicklung von Technologien und Anlagen für technische Textilien und textile Halbzeuge für Faserverbundwerkstoffe beschäftigen. Prof. Kroll, Jahrgang 1959, studierte an der Technischen Hochschule Oppeln (Polen) und der TU Clausthal in der Fachrichtung Fahrzeugtechnik und Maschinenbau. 1992 wurde er an der TU Clausthal am Institut für Technische Mechanik promoviert und wechselte dann an die TU Dresden, Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik. Dort war er mehrere Jahre Leitender Wissenschaftlicher bevor er 2005 zum Thema Leichtbau und Werkstoff-mechanik habilitierte und 2006 auf die Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung an die TU Chemnitz wechselte. Seit dem ist Prof. Kroll Mitglied zahlreicher Fachausschüsse, Beiräte und Gutachtergremien im Themengebiet des Strukturleichtbaus, u. a. dem Industrieausschuss Strukturberechnungsunterlagen (IASB) der Luftfahrtechnischen Handbücher, der European Alliance for SMC/BMC, der Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e. V. und der Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e. V. (DECHEMA).

10:30 Uhr
Vortrag:
Ist die Simulation von Leichtbau-Konstruktionen auch ganz leicht? mehr
Die Berechnung  von Leichtbaukonstruktionen erfordert, dass die im CAD generierten Strukturen auch simuliert werden können. Dies aber nicht nur an einzelnen Bauteilen, sondern auch an ganzen Baugruppen, um deren Zusammenspiel zu simulieren, zu studieren und schließlich zu optimieren.
Neben der Simulation der Bauteile selbst muss dabei vor allem der umfangreichen Verbindungtechnik wie zum Beispiel Schweißnähten und Schraubverbindungen besondere Aufmerksamkeit zu teil werden. Mit Altair Simsolid wird dem Konstrukteur ein Simulationswerkzeug an die Hand gegeben, das genau diesen Ansprüchen gerecht wird und dem Anwender unter anderem erlaubt,  komplexeste Leichtbau-Bauteile und -Baugruppen zu simulieren.

Referent: Ralf Prinz  | Inneo Solutions GmbH

– Abitur
– Bundeswehr
– Lehre als Kfz-Mechaniker
– Studium Maschinenbau
– Assistent Hochschule
– Konstrukteur
– Applikationsingenieur (Firma INNEO)
– Vize President Engineering
– Geschäftsführer
– Chief Technology Officer und Owner

11:00 Uhr
Moderierte Führung durch den Ideen- Parcour
11:15 Uhr
Kaffepause

Ideenpool 1: Additiv gefertigte Bauteile

11:35 Uhr

Ideenpool 1:
Additiv gefertigte Bauteile

11:35 Uhr: 
Topologieoptimierung für die Additive Fertigung mehr
Für die Finite Elemente Analyse und die Strukturoptimierung existieren bereits diverse kommerzielle Programme. Diese verursachen allerdings in ihrer Anschaffung und Unterhaltung hohe Kosten und benötigen ein tiefgreifendes Expertenwissen, was oftmals in Unternehmen nicht existiert. Im Rahmen des Vortrags soll daher die kostenfreie Topologie-Optimierungssoftware Z88Arion sowie dessen Pedant Z88Aurora – eine ebenfalls kostenfreie Software zur Finiten-Elemente-Analyse – vorgestellt werden. Anhand ausgewählter Beispiele wird der Auslegungsprozess von, mittels 3D Druck herstellbaren, Leichtbau-Bauteilen anschaulich dargestellt und der Nutzen der Auslegetools für den Konstrukteur im Produktentwicklungsprozess aufgezeigt.
Referent: Johannes Glamsch  | Universität Bayreuth

– 2011 – 2014: Bachelorstudium „Engineering Science“ an der Universität Bayreuth
– 2014 – 2016: Masterstudium „Automotive und Mechatronik“ an der Universität Bayreuth
– seit 2016: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Konstruktionslehre und CAD der Universität Bayreuth, Leitung der Schwerpunktgruppe „Tailored Software“

12:00 Uhr:   Smarte Generierung komplexer bionischer Strukturen für die Additive Fertigung mehr
Komplexe Leichtbaugeometrien lassen sich nur mit spezieller Software erzeugen. Bisher war dies ein aufwändiger und zeitintensiver Prozess. Mit MSC Apex Generative Design, einer Software basierend auf der Am endate Technologie zur vollautomatischen Generierung komplexer Leichtbaudesigns für die Additive Fertigung, werden optimale Bauteile in einem Bruchteil der Zeit und zu deutlich geringeren Kosten generiert. Es entstehen dabei organisch anmutende Strukturen, die eine materialschonende, effiziente und kostengünstige Produktion ermöglichen. Der Vortrag zeigt dies anhand praktischer Anwendungsbeispiele und demonstriert die Charakteristiken der verschiedenen Optimierungsansätze von filigran bis massiv, um im Sinne des Generative Designs eine Vielzahl unterschiedlicher Ergebnisse für denselben Anwendungsfall zu erzeugen. Im Zuge dessen wird die einfache Bedienung der Software und der Fokus auf der Geschwindigkeit des Optimierungsprozesses aufgezeigt. Weiterhin wird demonstriert, wie durch die Kopplung der Bauteiloptimierung mit der Produktionssimulation ein digital durchgängiger Prozess entsteht. Dabei wird das Bauteil für den späteren Einsatz sowie für die Produktion optimal ausgelegt und minimiert kostenintensive Fehlproduktionen.
Referent: Dr. Gereon Deppe  | Amendate GmbH

Dr. Gereon Deppe promovierte 2018 am Direct Manufacturing Research Center (DMRC) der Universität Paderborn zum Thema Entscheidungsunterstützung für den Einsatz Additiver Fertigung. Im selben Jahr gründete er die Amendate GmbH, die eine Software zur vollautomatischen Optimierung additiver Bauteile entwickelt. 2019 kaufte der schwedische Konzern Hexagon AB die Technologie auf und gliederte das bestehende Team in die Simufact Engineering GmbH ein. Dr. Gereon Deppe leitet dort als Manager Business Development Generative Design die weitere Entwicklung des neuen Unternehmensbereichs.

12:25 Uhr:  Von der Bauteilentwicklung bis zur Additiven Fertigung mit nur einer Softwarelösung mehr
Die Additive Fertigung und hierbei insbesondere das Laserstrahlschmelzen erhalten mehr und mehr Einzug im industriellen Umfeld.
Topologieoptimierung hat sich dabei als gängiges Verfahren für das Redesign von Bauteilen etabliert. Die neue Fertigungstechnologie stellt jedoch neue Herausforderungen an Designingenieure. Für die digitale Prozesskette ist daher die Verwendung mehrerer Softwarelösungen nötig. Der Trend hin zur Single-Software-Lösung ist erkennbar und wird anhand der Entwicklungsergebnisse eines aktuellen Forschungsprojektes an einem Bauteil aus der Luftfahrt aufgezeigt. Ein Ausblick in zukünftige Entwicklungen zur fortschreitenden Automatisierung innerhalb des Designprozesses vermittelt einen Eindruck über die Bauteilentwicklung der Zukunft.
 
Referent: Melanie Gralow | Fraunhofer-Einrichtung für Additive Produktionstechnologien IAPT

Ausbildung/Studium
– 2009 bis 2013 B. Sc. Internationaler Studiengang Bionik, Hochschule Bremen

– 2013 bis 2016 M. Sc. Produktionstechnik – Allgemeiner Maschinenbau, Universität Bremen

– 2014 bis 2015 Einjähriges Masterprojekt „Entwicklung, Herstellung und Bewertung eines Energy Harvesting Systems unter Nutzung von generativen Fertigungsverfahren“ in Kooperation mit Fraunhofer IFAM Bremen

– 2015 bis 2016 Master-Thesis „Systematische Entwicklung additiv zu fertigender Bauteile unter Verwendung bionischer Prinzipien“ Fraunhofer Projektgruppe RMV (heute IGCV) Augsburg

Beruflicher Werdegang
– 2016 bis heute Wiss. Mitarbeiterin Bionisches Design, Fraunhofer-Einrichtung für Additive Produktionstechnologien (IAPT), Hamburg, ehemals iLAS (TUHH) ; Anwendung von Bionik in Kombination mit additiver Fertigung

– 2017 bis heute Fachgruppenleiterin „Bionic Function & Design“, Fraunhofer-Einrichtung für Additive Produktionstechnologien (IAPT), Hamburg

12:50 Uhr: Zeit für Fragen und Diskussion

Ideenpool 2: Composite - Bauteile

11:35 Uhr

Ideenpool 2:
Composite – Bauteile

11:35 Uhr: 
Möglichkeiten des Einsatzes von CFK in hochbelasteten Maschinenbau- und Robotikkomponenten mehr
Die Anforderungen bei hochbelasteten Bauteilen oder Gesamtsystemen im Bereich Maschinenbau präferiert den Einsatz von Faserverbundwerkstoffen speziell aus Kohlefaser. Der Vortrag soll dem metallaffinen Ingenieur die unterschiedlichen Konstruktionsansätze aufzeigen um zu einer werkstoffgerechten Konstruktion zu gelangen. Diverse Beispiele von CFK Lösungen zeigen den Stand der Technik und sollen zur Diskussion anregen.
Referent: Wulfram J. Schmucker  | Avantgarde Technologie GmbH

Gelernter Bootsbaumeister, Unternehmer und Berater:
– Bundessieger im modernen Holzbootsbau.
– Entwicklung zum Experten für Faserverbundwerkstoffe.
– Heute Entwicklungslieferant und Consultant im Bereich Faserverbundtechnologie für Maschinenbau, Robotik, Automotive und die Luft- und Raumfahrt.

Unternehmer seit 1988 mit der Gründung von drei Firmen:
– AT Gesellschaft für technische Realisierungen im Bereich Bootsbau und Kunststofftechnik mbH
– AT Produktionsgesellschaft für innovative Kunststofftechnik mbH
– Schmucker Consulting Kunststofftechnik

12:00 Uhr:  Multiphysik-Simulation von Verbundwerkstoffen am Beispiel einer Windturbinenschaufel mehr
In diesem Beitrag werden die Möglichkeiten effizienter Simulationsansätze für Komposit-Bauteile vorgestellt. Als Beispiel dient die Simulation einer Windturbinenschaufel aus laminiertem Verbundwerkstoff, welcher aus Kohlenstoff-Epoxid, Glas-Vinylester-Material und PVC-Schaumstoffen besteht, wobei Schaumstoff als Kernmaterial verwendet wird. Zunächst wird eine Spannungsanalyse der Schaufel durchgeführt, bei der sie der Schwerkraft und der Zentrifugalkraft ausgesetzt ist. Die Spitzenverschiebung, die maximalen Spannungswerte und die schichtaufgelöste Spannungsverteilung an einem bestimmten Punkt der Schaufel werden für verschiedene Lastfälle berechnet. Zweitens wird eine vorgespannte Eigenfrequenzanalyse für einen Bereich der Betriebsgeschwindigkeit durchgeführt und ein Campbell-Diagramm erstellt, das die Variation der Eigenfrequenzen mit der Drehzahl darstellt. Im dritten Schritt wird eine multiphysikalische Analyse durchgeführt, welche die thermomechanische Ausdehnung einbezieht.
Referent: Dr. Maria Iuga-Römer  | Comsol Multiphysics GmbH

Maria Iuga-Römer ist Applications Manager bei der Comsol Multiphysics GmbH, wo sie seit 2011 tätig ist. Sie studierte Physik an der West-Universität Timisoara und schloss 2007 ihre Promotion an der Universität Würzburg ab. Danach war sie am Fraunhofer Institut für Silicatforschung tätig, wo sie Simulationen von Mikrostruktureigenschaften mithilfe der FE-Methode für die Entwicklung und Optimierung keramischer Werkstoffe durchgeführt hat.

12:25 Uhr:  Serienfertigung bionisch optimierter CFK-Bauteile mittels Sticktechnologie mehr
Faserverbundwerkstoffe bieten viele Eigenschaften, die gegenüber metallischen Werkstoffen eine technisch bessere Lösung erlauben. Große Herausforderungen liegen jedoch in der Auslegung des anisotropen Materials genauso wie in den häufig hohen Kosten. Mit den vorherrschenden Fertigungstechniken für carbonfaserverstärkte Kunststoffe (CFK) ist ein wirtschaftlicher Einsatz des Materials, insbesondere in mittleren bis großen Stückzahlen, kaum denkbar.
Der Vortrages wird anhand eines Beispiels einen Einblick in die Entwicklung von bionisch optimierten CFK-Bauteilen mittels Sticktechnologie geben: Von der ersten Idee bis zur effizienten Serienproduktion. Hierbei wird gezeigt, dass eine optimale Ausnutzung der Werkstoffeigenschaften und die beinahe unbegrenzten Möglichkeiten der Bauteilgestaltung auch Aufgabenstellungen lösen, die unter konventionellem Ansatz kaum denkbar oder unwirtschaftlich wären.
Referent: Benedikt Borchert  | Bionic Composite Technologies AG

Herr Benedikt Borchert hat bis 2013 in München und Lund (Schweden) Maschinenbau & Management studiert. An der TU-München vertiefte er in der Fachrichtung „Faserverbundwerkstoffe“ bei Prof. Drechsler. Nach dem Studium arbeitete er zunächst in der Entwicklung und Anwendungstechnik im Bereich textiler Halbzeuge für Faserverbundwerkstoffe, bevor er 2017 zur Biontec wechselte. Dort verantwortet er seitdem den Vertrieb und das Marketing.

12:50: Uhr  Zeit für Fragen und Diskussion
13:15 Uhr
Mittagspause

Ideenpool 3: Kunststoff- und Feingussteile

14:30 Uhr

Ideenpool 3:
Kunststoff- und Feingussteile

14:30 Uhr: 
Integrative Simulation faserverstärkter Spritzgussteile mehr
Bei mechanisch hoch belasteten Kunststoffartikeln kommen häufig faserverstärkte Werkstoffe zum Einsatz, deren mechanische Eigenschaften anisotrop, d.h. abhängig von der Richtung der Faserorientierung sind. Um möglichst genaue Rechenergebnisse zu erhalten, ist es notwendig, die Faserorientierung aus dem Spritzgussprozess zu kennen und in die Strukturanalyse einfließen zu lassen. Dies gelingt durch Kopplung der Spritzgusssimulation mit der Strukturanalyse (auch integrative Simulation genannt). Angeregt durch die Barlog Gruppe wurde die Entwicklung dieser Schnittstelle zwischen der Spritzgusssimulationssoftware Sigmasoft (Sigma Engineering GmbH) und der Ansys-Extension Moldsim NL (Cadfem GmbH) entwickelt. Dieser Vortrag zeigt Vorteile dieser erweiterten Materialmodellierung an dem konkreten Beispiel eines innendruckbelasteten Körpers.
Referent: Tobias Haedecke  | Bahsys GmbH

– 2019 Januar - heute: BARLOG Gruppe; Abteilungsleiter Engineering & CAE
– 2017 April - 2018 Dezember: BARLOG Gruppe; Projektingenieur & Berechnungsingenieur
– 2016 September - 2016 Dezember: Hochschule Bonn-Rhein-Sieg; Wissenschaftlicher Assistent
– 2011 Oktober - 2016 September: BRS Motorsport e.V. (Formula Student Team); Entwicklungsleiter Chassis & Technischer Leiter
– 2015 März - 2016 September: Hochschule Bonn-Rhein-Sieg; Schwerpunkt: Mechatronik; Abschluss: Master of Engineering
– 2011 Oktober - 2015 März: Hochschule Bonn-Rhein-Sieg; Schwerpunkt: Maschinenbau; Abschluss: Bachelor of Engineering Mechatronik

14:55 Uhr:  Optimierungsstrategien für Faserverbund-Kunststoff-Hybride auf Basis einer virtuellen Prozesskette mehr
Im Rahmen von Produktentwicklungsprozessen ist ein häufig verwendetes Optimierungsziel die Maximierung der Bauteilsteifigkeit bei einem gegebenen Material und Bauraum. Für Leichtbauanwendungen bietet die Kombination verschiedener Materialtypen darüber hinaus zusätzliche Optimierungspotenziale. In diesem Vortrag wird an einem hybriden Referenzbauteil eine optimale Kombination aus diskontinuierlich und kontinuierlich faserverstärkten Kunststoffen (FVK) angestrebt. Basierend auf den beiden verwendeten Materialklassen - kontinuierlich und diskontinuierlich glasfaserverstärkte Kunststoffe (GFK) - wird das Optimierungsverfahren in zwei Stufen aufgeteilt. Zunächst werden die lokalen Lagenaufbauten für das kontinuierliche faserverstärkte Bauteil unter Vorgabe eines Lastfalls optimiert. Anschließend wird eine Topologieoptimierung durchgeführt, um eine Konstruktion für den diskontinuierlichen faserverstärkten Teil des Bauteils abzuleiten. Da jedoch Fertigungseffekte das strukturmechansiche Verhalten von faserverstärkten Verbundwerkstoffen erheblich beeinflussen, ist für eine zuverlässige und robuste Bauteilauslegung die Berücksichtigung dieser entscheidend. Aus diesem Grund werden Fertigungseffekte auf Basis einer virtuellen Prozesskette mittels Prozesssimulationen vorhergesagt und anschließend in der Struktursimulation berücksichtigt.
Referent: Dr.-Ing. Benedikt Fengler | Simutence GmbH

– Seit 04/2019 Mitgründer der SIMUTENCE GmbH
– Seit 09/2013 Wissenschaftlicher Assistent am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) – Institut für Fahrzeugsystemtechnik – Teilinstitut Leichtbautechnologie
– 01/2015 – 09/2018 Gruppenleiter der Gruppe für “Langfaserverbunde”
– 10/2012 – 08/2013 Konstrukteur und Simulationsingenieur bei Fibro Läpple Technology
– 12/2018 Verleihung des Dr.-Ing. durch das Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
– 08/2012 Maschinenbaustudium mit Abschluss zum Master of Science an der Hochschule Mannheim (Schwerpunkte: Optimierung und Fahrzeugtechnik)

15:20 Uhr:  Gewichtsoptimierter Radträger im Feinguss mehr
Feinguss Blank hatte im Rahmen einer Fertigungskooperation die Möglichkeit, die beste Feinguss-Lösung für einen Radträger mithilfe des Leistungspakets „Digital Twin“ zu entwickeln und somit das Bauteilgewicht erheblich zu reduzieren.  Durch die Reduzierung des Teilegewichts und die perfekt auf den späteren Einsatzzweck eingesetzte Geometrie, konnten die Effizienz des Bauteils, die spätere Einsatzperformance und die Kosten wesentlich verbessert werden. Das entwickelte Feingussteil erhielt auf der Newcast 2019 den Newcast-Award für die beste Leichtbaulösung. Im Vortrag wird der Entwicklungsprozess vorgestellt.
Referent: Alfred Brückner | FEINGUSS BLANK GmbH

folgt in Kürze

Referent: Andrej Wetzel  | FEINGUSS BLANK GmbH
15:45 Uhr:  Zeit für Fragen und Diskussion

Ideenpool 4: Fügtechnologien Materialhybride

14:30 Uhr

Ideenpool 4:
Fügtechnologien für Materialhybride

14:30 Uhr: 
Klebgerechtes Konstruieren für Multi-Material-Designs mehr
Im Vortrag werden die Vorteile der Fügetechnik Kleben gegenüber anderen Fügetechniken behandelt, aber auch die zu beachtenden Rahmenbedingungen und die Nachteile des Klebens. Es wird der Einflussfaktor Mensch in den Mittelpunkt gestellt, da die lückenlose Qualitätssicherung bis zur Fertigung und dem nachgelagerten Service eingehalten werden muss. Ebenso werden die beiden Klebnormen DIN 6701 und DIN 2304 angerissen. Danach sehen wir fehlerhafte Verklebungen und Schadensfälle. Es werden auch Möglichkeiten der Prozessoptimierung im Bereich der manuellen Klebstoffapplikation dargelegt.
Referent: Joachim Rapp | Innotech Marketing und Konfektion Rot GmbH

Seit 3 Jahrzehnten beschäftigt sich Joachim Rapp mit dem Thema der Handapplikation von Kleb- und Dichtstoffen. Rapp bildet im Auftrag des Fraunhofer IFAM zukünftige Klebpraktiker und Klebfachkräfte aus. Er ist Gründer und CEO der Innotech Marketing und Konfektion Rot GmbH. Außerdem ist er Mitgründer der Klebnorm Consulting GmbH, welche Unternehmen auf dem Weg zur Qualifizierung gemäß klebtechnischen Normen (DIN 2304/DIN 6701) informiert, berät, begleitet und bis zur Zertifizierung unterstützt.

14:55 Uhr:  Auslegung von Direktverschraubungen für Hybridbauteile mehr
Wir diskutieren die grundsätzliche Herangehensweise an die Auslegung einer  Schraubverbindung und welche Schraube für welchen Einsatz geeignet ist. Im Beitrag werden u.a. Beispiele bisher umgesetzter Lösungen diskutiert: Höher belastete Verbindungen, Leichtmetall- und Kunststoffverschraubungen, die zum Erreichen leichterer Bauteile beitragen.
Referent: Sebastian Schlegel  | Technische Beratung Verbindungstechnik

– Seit 05/2018 Technische Beratung Verbindungstechnik, Waldbrunn (Repräsentanz Conti Fasteners AG, CH-6340 Baar) Inhaber Beratung und Unterstützung bei der Auslegung von Schraubverbindungen im Bereich industrieller Schraubtechnik, Schadensanalytik, F & E gewindefurchende Schrauben/ Verbindungstechnik Leichtbau/ Elektroverschraubung, Normierung und Berechnung, Aus- und Weiterbildung, Seminare und Trainings

– 10/2015 – 05/2018 Desoutter GmbH Customer Centre Central Europe, Maintal Produktmanager Schraubtechnik und abtragende Werkzeuge

– 10/ 2011 – 09/2015 Arnold Umformtechnik GmbH & Co. KG, Forchtenberg Produktmanager „Kunststoff-Fügetechnik“ und „technische Sauberkeit in der Verbindungstechnik“

– 03/2010 – 09/2011 Adolf Würth GmbH & Co.KG, Künzelsau Werkstudent und Bachelorthesis, Fassadenbau und Metallleichtbau sowie Direktmontage, Produktentwicklung Nietschusstechnologie, Hochgeschwindigkeitsfügen

15:20 Uhr:  Formschlüssige Verbindungen von Composite-Profilen mit Metallen mehr
Formschlüssige Verbindungen zeichnen sich bei Composite-Metall-Hybridbauteilen gegenüber kraft- und stoffschlüssigen Verbindungen meist durch eine hohe Robustheit und einen oft geringeren Platzbedarf aus. Dem steht in vielen Fällen eine höhere Komplexität der Fügepartner und eine durch diese Komplexität erschwerte Dimensionierung gegenüber. An mehreren Anwendungsbeispielen (Hydraulikzylinder, Zug- Druck-Strebe und Antriebswellen) werden in diesem Vortrag konstruktive Lösungen und praxisnahe Berechnungsansätze vorgestellt. Dabei wird am Beispiel einer Hochleistungs-Antriebswelle die zugrundlegende Dimensionierungsmethodik erläutert, die sich auch auf weitere Bauteilklassen übertragen lässt. So soll dieses Themenfeld für den Anwenderkreis zugänglich gemacht und das Potential für zukünftige Leichtbauprodukte verdeutlicht werden.
Referent: Dr. Florian Lenz | LZS GmbH

– bis 2008 Studium Maschinenbau, Studienrichtung Leichtbau und Kunststofftechnik an der TU Dresden

– 2008-2015: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik TU Dresden

Schwerpunkt: Entwicklung von Multi-Material-Leichtbauweisen / Untersuchung von kontinuierlichen Fertigungsverfahren für Faser-Kunststoff-Verbunde

– 2015-2017: Stellv. Projektgruppenleiter Engineering an der Leichtbau-Zentrum Sachsen GmbH

Schwerpunkt: Projektleitung bei der Entwicklung von Multi-Material-Leichtbauweisen

– Seit 2017: Leiter Entwicklung strategische Geschäftsbereiche und Innovation an der Leichtbau-Zentrum Sachsen GmbH (LZS)

Schwerpunkt: Koordination der internen Innovationsprozesse / Identifikation der strategischen Methoden und Technologien für das LZS / Aufbau und Pflege strategischen Partnerschaften des LZS

15:45 Uhr:  Zeit für Fragen und Diskussion
16:10 Uhr
Kaffepause
16:40 Uhr
Vortrag:
Wann und wie aus Leichtbauideen Patente werden mehr
In diesem Vortrag behandelt Herr Dr. Hanns Kache zentrale und aktuelle Fragestellungen aus dem Patentwesen. Was ist ein Patent und wozu ist es da? Wofür sind Patente wichtig? Wann und wie entsteht bei der technischen Umsetzung (z. B. bei der Entwicklung/Konstruktion eines Leichtbauteils) eine Erfindung und wie ist damit hinsichtlich einer Patentierung umzugehen? Wo ergeben sich aus dem Patentschutz Spannungsfelder z. B. bei der Veränderung geschützter Technologien und bei Fremdaufträgen? Die Inhalte werden allgemein verständlich präsentiert und beinhalten Beispiele aus der Praxis.
Referent: Dr. Hanns Kache  | Erfinderzentrum Norddeutschland GmbH

Dr. Hanns Kache ist promovierter Maschinenbauingenieur. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter hat er am IPH – Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH neue Fertigungstechnologien erforscht und entwickelt. Seit 2013 ist er bei der EZN Erfinderzentrum Norddeutschland GmbH tätig – ein Beratungsunternehmen im Innovationsmanagement mit den Schwerpunkten FuE und Patente. Herr Dr. Kache ist zertifizierter Patentingenieur und berät Unternehmen, Universitäten und Gründer bei der technischen/wirtschaftlichen Umsetzung und Patentierung von innovativen Technologien. Er ist Mitglied in Expertenrunden auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene.

17:10 Uhr
Abschluss – Vortrag:
Aktuelle Forschungsprojekte zum Thema Leichtbau mehr
Leichtbau heute, im Zeitalter der Digitalisierung, sollte auch auf die Betrachtung und Optimierung von Gesamtsystemen abzielen. Das können Systeme auf verschiedensten Ebenen sein: a.) Vom Material zum Bauteil - Materialsysteme; b.) Passive mono- oder multifunktionale Leichtbausysteme oder c.) aktive multifunktionale Leichtbausysteme. Gleichzeitig sind Rohstoffe und Ressourcen nicht unbegrenzt verfügbar, so  dass es sinnvoll ist, Ansätze, Verfahren oder Methoden so weiterzuentwickeln, dass z.B. verfügbare Ressourcen effizient eingesetzt werden können und/oder so aufbereitet werden können, dass sie als Werkstoff oder Bauteil wieder- bzw. weiterverwendet werden können. Im Rahmen des Vortrages werden in diesem Zusammenhang laufende Forschungsaktivitäten der Fraunhofer Allianz Leichtbau präsentiert.
Referent: Prof. Dr. Andreas Büter | Fraunhofer Allianz Leichtbau

– Seit 2013 Sprecher der Fraunhofer Allianz Leichtbau
– Seit 09/2009 Professor für Funktionsintegrierten Leichtbau an der Hochschule Darmstadt
– Seit 11/2004 Abteilungsleiter am Fraunhofer Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit (LBF) in Darmstadt
– 01/2002 - 11/2004 Wissenschl. Mitarbeiter am LBF; Leiter des Geschäftsfeldes: "Systeme&Zuverlässigkeit"
– 11/1993 - 12/2001 Wissenschl Mitarbeiter am Institut für Strukturmechanik des DLR Braunschweig

17:40 Uhr
Verabschiedung der Teilnehmer
Referent: Ute Drescher  | Chefredakteurin Konstruktionspraxis
17:50 Uhr
Ende der Veranstaltung

Premiumpartner

Aussteller